Unser Oberbürgermeisterkandidat - Raimund Binder

Die ÖDP hat ihren stellvertreten Kreisvorsitzenden und Spitzenkandidaten für die Stadtratswahl, Raimund Binder, zum Oberbürgermeisterkandidaten nominiert. Der Heimleiter einer Würzburger Senioreneinrichtung stellte eine neue Wertekultur ins Zentrum seiner Bewerbungsrede, die er für Würzburg notwendig hält. Dies gelte für das gesamte öffentliche Leben.

Als Beispiele führte Binder das Stadtprofil, die sozialen Stadt, die Verkehrs-situation und die Basisdemokratie an. Das Stadtbild werde oft durch kurzfristige Profitinteressen verunstaltet. Die Marktplatzgestaltung gebe davon vielfach Zeugnis, ebenso die Pläne für das Mozartareal. An beiden Stellen werde Würzburger Identität dem Kommerz geopfert.

Als Oberbürgermeister werde er mehr auf Qualität, statt auf Masse setzen. Besonders sei ihm an der Aufenthaltsqualität in der Altstadt gelegen, die sich in einer atmosphärisch einladenden Platzgestaltung konkretisiere. Für die soziale Stadt nannte Binder als wichtiges Ziel den Schutz des Sonntags: „Der Sonntag als Ruhetag ist kein Verbot, sondern vielmehr ein Vorrecht. Diese Einsicht soll das politische Handeln bestimmen.“ Hier sehe sich die ÖDP im engen Schulterschluss mit Kirchen und Verbänden. Dringlich sei zudem, ein Bäderkonzept für Würzburg zu entwickeln und umzusetzen. Binder nannte es einen Skandal, wenn nach und nach alle Schul-schwimmbäder geschlossen würden und sich Familien den Eintritt in die öffentlichen Bäder nur noch selten leisten könnten. „18 Euro für eine Tages-Familienkarte im Nautiland sind einfach zuviel“, stellt Binder fest.

Auch für den Verkehr fehle Würzburg ein Gesamtkonzept. Durch die Versäumnisse der Stadt seien die Verhältnisse vielerorts unerträglich, vor allem am Mittleren Ring. Binder will die Innenstadt vom Autoverkehr so weit als möglich befreien und aufs Radfahren und den öffentlichen Nahverkehr setzen. „Die Eindämmung des motorisierten Verkehrs einerseits und auf der anderen Seite der Schutz des Grüns – das bedeutet auch modernen Gesundheitsschutz für die Bürger“, erklärt Binder, der aktiv in der Bürgerinitiative „ringpark-in-gefahr“ mitwirkt. Um der Politikmüdigkeit zu begegnen, möchte Binder die Verwaltung transparenter machen und die Bürger, insbesondere die aktiven in Bürgerinitiativen und Bürgervereinen, besser in die Entscheidungsprozesse einbinden. Ein erster Schritt sei die Liveübertragung der Stadtratssitzungen ins Internet.

Die ÖDP-Kreisversammlung hat Binder einstimmig zum Oberbürgermeister-kandidaten gekürt. Die Kreisvorsitzende der ÖDP, Dagmar Dewald, hat dem Kandidaten volles Vertrauen ausgesprochen. Sie erwartet, dass mit Binders Kandidatur frischer Wind in den Wahlkampf komme und damit ökodemo-kratische Politik positiv transportiert werde: „Mit unseren Lösungsansätzen wollen wir möglichst viele Würzburger davon überzeugen, dass eine ökologische und soziale Stadt für alle einen Gewinn darstellt.“ Mit Blick auf die von Binder geforderte Wertekultur verwies Dewald auf die glaubwürdige und geradlinige Politik, die die ÖDP seit Gründung vertrete und die Parteibasis und Listenkandidaten mit den Spitzenkandidaten vereine.

 

Binders originelles OB-Video ab 2:30

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OB-Flyer Binder